StuRa – Beratung in Sachen Wohnen und Mieten – Im Moment nur online – Beratungen #Corona

Unsere Kanzlei bietet zusammen mit Leipzig für Alle!, DGB- Hochschulgruppe, GEW-Hochschulgruppe regelmäßig Beratungen in Sachen Wohnen und Mieten an.

Aktuell ist die Mietberatung des StuRa der Universität Leipzig ausschließlich per Mail erreichbar unter: mieten@stura.uni-leipzig.de.
Es findet im Moment keine Präsenz-Beratung statt.

Bei der Mietrechtsberatung des StuRa können Menschen sowohl in rechtlichen Fragen Hilfe bekommen, als auch Unterstützung erhalten von einer Person, die in Mietstreitigkeiten bereits persönlich Erfahrungen gesammelt hat.

Wenn die eigene Wohnung als der private Rückzugsraum bedroht wird, gilt es auch Ängste aufzufangen. Die Mietberatung soll daher neben der juristischen Erstberatung auch dabei helfen, mutig zu bleiben, indem beispielsweise Tipps zur Vernetzung in einem Mietshaus gegeben oder der Kontakt zu solidarischen Gruppen vermittelt werden. Je mehr in der Tasche ist, desto konkreter kann Einblick gewonnen und beraten werden; hilfreich sind also alle möglichen Unterlagen, chronologische Zusammenstellungen oder auch Fotos.

Dieses Angebot wird in Kooperation von Aktionsbündnis Wohnen: Leipzig für Alle!, DGB- Hochschulgruppe, GEW-Hochschulgruppe ermöglicht.

Aktuell ist die Mietberatung ausschließlich per Mail erreichbar unter: mieten@stura.uni-leipzig.de. Es findet keine Präsenz-Beratung statt.

Alle Beratungsangebote des StuRa- der Universität Leipzig finden Sie für das aktuelle Semester hier aufgelistet:

Mietminderung – Verweigerung der Mägelbeseitigung durch die MieterIn – Beweisrecht – Verlust der Rechte

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat mit Urteil vom 10.4.2019 – VIII ZR 12/18 entschieden, dass eine Kündigung durch den Vermieter wegen ausstehender Mietzahlungen rechtmäßig ist, wenn der Vermieter zuvor die Mängelbeseitigung angeboten hat, und die MieterIn die Mängelbeseitigung in der Wohnung mit Verweis auf relevante „Vernichtung von Beweismitteln“ verweigert und die Mietzahlungen weiter mindert.

_
Die Beklagten sind mit einem die Kündigung tragenden Mietbetrag in Zahlungsrückstand geraten, ein Leistungsverweigerungsrecht steht ihnen nicht mehr zu, seit sie die Durchführung der Mängelbeseitigung verweigert haben. Denn mit Wegfall des sich aus § 320 I 1 BGB ergebenden Leistungsverweigerungsrechts werden die einbehaltenen Beträge sofort fällig.
(NJW-Spezial 2019, 449)
_

Der BGH verfolgt hier weiter eine einschleichende rigorose Rechtsprechung zuungunsten der Mieterinnen. Wer künftig dem Vermieter verweigert gemeldete Mängel zu beseitigen, muss damit rechnen dass wieder 100 % der Gesamt-Miete von der Mieterin gefordert werden. Es dürfte im Einzelfall darauf ankommen ob hinreichende Beweissicherungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. In der Praxis wird zu beachten sein, mit welchen Einwänden die Mieterinnen die Mängelbeseitigung verweigert.

In konkreten Fällen helfen wir in Leipzig weiter
liebknechthaus.lawyer